Wer (zum Teufel) war Richard Buckminster Fuller?

14 07 2011

…und was hat dieser Mensch mit Design zu tun? Auf jeden Fall war „Bucky“ Fuller ein führender Vertreter der biomorphen Architektur – alles klar? Um diesen Menschen und seinen Bezug zum Design zu erklären, muss man auf jeden Fall ein bisschen weiter ausholen. „Bucky“ wie ich Herrn Richard Buckminster Fuller ganz leger nennen möchte, war ein US-amerikanischer Architekt, Konstrukteur, Schriftsteller, Philosoph und Designer der aus einer reichen Familie stammte.

Der Beginn von Buckys Karriere war allerdings nicht gerade mustergültig. So flog er zuerst einmal von seiner Uni in Harvard und wurde Marinesoldat. Mit 32 war er bankrott und arbeitslos, dann starb eine seiner beiden Töchter und er faste den Entschluss, das Leben von nun an als Experiment zu verstehen. Er wollte feststellen, was ein einzelner Mensch dazu beitragen kann, die Welt zum Vorteil aller Menschen zu verändern. Dabei dokumentierte er fortan jeden Tag seines Lebens für die Dauer von 50 Jahren akribisch genau.

Er begann als Architekt zu arbeiten und hatte Erfolg mit einer neuen Form von Gebäudekomplexen die er Dymaxion-Globus nannte. Bekannt wurde er schließlich durch seine geodätischen Kuppeln (Domes), welche zum Beispiel heute noch bei der Biosphère Montreal oder der Achterbahn Eurosat im Europapark Rust zu sehen sind. Was ich an Bucky aber mit am erstaunlichsten finde, ist sein früher Aufruf, sich verstärkt mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen.

Dabei bediente er sich weit vor der heutigen Zeit globaler und kosmischer Sichtweisen. Ein schönes Beispiel dafür ist seine „Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde“. Er versuchte auch weiterhin seine Minimalprinzipien auf die Technik zu übertragen und weiter zu entwickeln um damit einen „kosmischen Bankrott“ zu verhindern. Mir scheint, dass wir in der heutigen Zeit gut und gerne mal 1.000 Buckys nötig hätten – und zwar für jede westliche und östliche Industrienation.

Warum bin ich jedoch gerade auf Bucky gekommen? Ich will es euch verraten. Ich war mit meiner Tochter im Europapark und das Äußere der Achterbahn Eurosat hat mich so begeistert, dass ich mich ein bisschen näher mit diesem Bauwerk beschäftigt habe. Da ist es nicht zu verhindern, dass man über Bucky stolpert, dieser hat mich wiederum so fasziniert, dass ich zu Hause weiter nachgeforscht habe. Und damit habe ich wieder eine Bildungslücke, groß wie ein Häuserblock, dank dem World Wide Web geschlossen. Mein Dank geht auch posthum an Bucky, Hut ab und Respekt vor dessen Leistung.

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