Metalldesign durch Korrosion – der Rost hat´s!

22 02 2011

Wie so vieles auf unserem Planeten, so kann man auch korrodiertes (also verrostetes) Eisen nicht durchwegs als schlecht oder negativ abstempeln. An einem Fahrzeug ist Rost natürlich höchst unerwünscht und sollte auch schleunigst entfernt werden. Mehrfach ist mir bisher jedoch ein Design-Trend aufgefallen, wo unbehandelte Eisenstücke vorsätzlich in den Regen gestellt oder sogar mit Säure besprüht werden, damit diese möglichst schnell rosten. Mittlerweile gefällt mir das sogar und ich habe in meinem Garten doch tatsächlich einen Kerzenleuchter aus rohem Schmiedeeisen im Freien platziert. Das einzig lästige an dieser Art von Eisenkunst ist allerdings, das man sich bei jedem Anfassen schmutzige Finger holt – und putzen ist ja absolut tabu.

Dabei sind die rostigen Kunstwerke nicht nur auf die Verwendung im Freien beschränkt, indoor werden solche rustikalen Stücke genauso gerne verwendet. Das passt natürlich auch perfekt zur neuen Luxus- und Trend-Farbe Braun. Die einzelnen Designobjekte bestehen aber nicht durchweg aus Schmiedeeisen oder gehämmerten Stahl, wie es in den 80er Jahren noch in Mode war, kombiniert wird meist mit Stein, Holz, Marmor oder auch Leder. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von Gartenskulpturen die einfach aus Metallplatten bestehen, welche durch ausgeschnittene bzw. ausgebrannte Muster verziert und zusammengeschweißt wurden. Das Ganze nennt sich dann im Fachjargon „Edelrost-Design“ und kann beispielsweise hier http://www.ah-gartendeko.de/ oder hier http://www.edelrost-design.de/ bezogen werden (ich find´s furchtbar).

Ich persönlich stehe eher auf die Variante mit Stein oder Holz (wie im Bild) und muss sagen, dass ich mittlerweile in fast jedem Zimmer meines Häuschens mindestens ein Objekt mit rostigen Eisenteilen dekoriert habe – obwohl ich eigentlich ganz und gar nicht die Deko-Tussi bin. Es muss selbstverständlich auch zum Rest der Einrichtung passen, also in irgendeiner Frankfurter Penthouse-Wohnung wären solche Objekte wohl eher fehl am Platze. Die Superreichen (welche ganz gewiss nicht dieses Blog lesen) sollten vielleicht noch ihre Reinigungskräfte informieren, damit die Edelrost-Objekte nicht im missionarischen Putzeifer mit Caramba (Rostlöser) abgerieben werden.

Wie gesagt, ich finde dieses trendige Edelrost-Design (welches ich übrigens in diesem schönen Lädchen hier beziehe: http://www.diealteziegelei.com/) absolut weltklasse und es sieht nicht nur gut aus, sondern bietet auch noch einige Vorteile die man nicht unterschätzen sollte. Da ich zum Beispiel absolut nicht zur Gattung der Putzteufel gehöre, kommt es mir sehr gelegen, dass man auf diesen Teilen fast keinen Schmutz und keinen Staub sieht. Selbst wenn mal ein Fleckchen zu sehen ist, kann der Laie kaum unterscheiden ob das jetzt zum Design gehört oder nicht. Außerdem sieht man den Dingern absolut nicht an wenn Sie älter werden…ich wünsche mir sehnlichst, bei mir wäre es auch so ;-).

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