Pro Naked Bikes – oder zum Teufel mit dem Plastik-Design!

10 02 2011

Ich weiß ich weiß, da streiten sich die Geister – braucht ein Motorrad jetzt unbedingt eine Verkleidung oder nicht. Dass das mehr ist als nur Geschmacksache weiß ich ebenfalls, aber ich mag diese „Joghurtbecher“ einfach nicht, ich steh nunmal auf Naked-Bikes. Ich mag auch keine Verkleidung zu Fasching, obwohl ich da natürlich auch nicht gerade nackt aus dem Haus gehe. Aber jetzt erstmal zurück zum Motorrad, ich selbst fahre eine Honda CB 1300 und eine CB 900 F (eine gute alte Bol´d Or also) letzteres halte ich für eines der schönsten old-school Mopeds überhaupt und ersteres für den schönsten „Newcomer“. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie der Markt momentan aussieht, denn ich habe meine zwei Traum-Motorräder und brauche keine weiteren. Die „Super Four“ habe ich mir 2000 gekauft und die „Bol´d Or“ besitze ich seit 20 Jahren. Ich hoffe es gibt überhaupt noch vernünftige Naked- bzw. Muscel-Bikes – obwohl ich natürlich bei meinen leider seltenen Motorradtouren schon einige akzeptable Stücke entdecken kann – aber „up to date“ bin ich keinesfalls mehr.

Immer wieder frage ich mich aber was die Menschen an Bikes finden, bei denen man das „Herz“, also den Motor, nicht sehen kann. Obwohl es bei manchen Marken vielleicht besser so ist, weil man die Motoren ohne weiteres mit einem elektrischen Flaschenzug verwechseln kann. Ich mag es jedenfalls nicht, wenn man beim Motorradfahren nur Lampe, Reifen und Plastik sieht. Stilecht gehören auf letztere Bikes natürlich auch Motorradfahrer und -fahrerinnen in den Sattel, die in einem grellbunten Leder- oder Funktionstextil-Schlauch stecken und mit zahlreichen Protektoren (so dick wie Frikadellenbrötchen) bestückt sind. In der Motorradfahrer-Generation mit der ich „groß“ geworden bin, war es noch absolute Ehrensache, dass das Profil des Hinterreifens bis auf die Kante abgefahren war. Also ich persönlich hätte mich in Grund und Boden geschämt, wenn ich wie der Weltmeister im Superbike-Rennen aussähe und dann einen Hinterreifen in der Kiste hätte, der aussieht als wäre ich 15.000Km geradeaus gefahren…..sorry.

Auf keinen Fall will ich das aber verallgemeinern, wie immer im Leben kann und darf man nicht alle über einen Kamm scheren. Ich habe das lediglich schon öfter beobachtet, genauso aber auch das Gegenteil, wenn auch nicht ganz so häufig ;-). Eine Verkleidung am Motorrad hat natürlich ach seine Vorteile wie Wind- und Wetterschutz, einfacheres (wenn auch langweiliges) putzen und vor allem einen ruhigeren Drive bei hohen Geschwindigkeiten. Für mich muss aber ein Bike vor allem mal gut aussehen und ich war um die Jahrtausendwende – oder war es schon in den Neunzigern? – echt begeistert, als den alten Kultbikes wie die Kawa Z900 oder eben die gute alte Bol`d Or, durch würdige Nachfolger Ehre erwiesen wurde. Eine kleine persönliche Geschichte am Schluss: In den Jahren als ich noch um die 30.000Km im Jahr fuhr, störte sich mein damaliger Partner doch tatsächlich an meiner etwas ausgeprägten Nackenmuskulatur. Was beim Joghurtbecher die Verkleidung abhält, das muss man eben beim Naked-Bike mit dem Kopf, respektive der Halsmuskulatur abfangen…aber es gibt bestimmt schlimmeres ;-).

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